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Kurze Vorgeschichte:
Seit der 31. Woche war der Muttermund ca. 1 cm geöffnet und der Kopf drückte drauf ... dabei blieb es aber dann auch bis zur 40. Woche - habe schon mit meiner FÄ gescherzt, dass ich sicher noch über Termin (vom 21.9. korrigiert auf den 18.9.) gehe ;-)

Da wir gerade in der Endphase unseres Hausbaus waren, habe ich immer gesagt, ich möchte vor der Geburt zumindest es noch schaffen, alle Zimmer zu tapezieren ... es sah gut aus, am 12.09. hatte ich mir als letztes mit meinem Vater die Bäder vorgenommen ...

um 17.30 Uhr waren wir fertig mit Bäder-tapezieren ... den ganzen Tag über hatte ich immer schon mal ein leichtes Ziehen im Unterleib - nichts schmerzhaftes, ähnlich wie Dehnungsschmerzen ... ich habe mir nicht wirklich was dabei gedacht, sondern es eher auf die Anstrengung geschoben!

Als ich um 18 Uhr mit Joelle Abendbrot gegessen habe, kam immer wieder mal ein stärkeres Ziehen ... das kam mir dann schon verdächtiger vor, aber ich fühlte mich so gar nicht danach, in den nächsten Tagen ein Kind zu bekommen ;-) ... ich war immer noch überzeugt, dass das Ziehen nur vorübergehend ist und bald vorbei geht :-)

Um 19 Uhr habe ich Joelle ins Bett gebracht, und meinem Mann gegenüber erwähnt, dass es evtl. sein könnte, dass wir diese Nacht noch fahren müssen, weil ich immer mal ein Ziehen im Unterleib habe (es waren noch keine wirklichen Wehen und von regelmäßig weit entfernt, aber eben ein Ziehen).

Zwischen 20 Uhr und 20.30 fing es dann an, schmerzhaft zu werden ... habe dann beschlossen, mich mal in die Badewanne zu legen, um zu testen, ob die Wehen weggehen oder nicht. Sie blieben, bei Abständen zwischen 6 und 10 Minuten.

Gegen 21.30 war ich bei 4-minütigen Abständen angekommen und wir beschlossen, ins Krankenhaus zu fahren ... die Fahrt war nicht so schön, weil ich jedes einzelne Schlagloch unangenehm gespürt habe ... es wurde mit jeder Wehe schmerzhafter (so stark hatte ich das vom ersten Mal nicht mehr in Erinnerung!) und ich war froh, als wir endlich beim Krankenhaus angekommen waren.

Um 22 Uhr waren wir dann im KH und ich wurde erst mal ans CTG angeschlossen ... es tat sich nix!! Bestimmt 10 Minuten keine einzige Wehe und ich dachte schon "Na, super, toller Vorführeffekt - gleich schicken sie uns wieder nach Hause!!" ... dann kam aber doch eine heftige Wehe und danach ging es dann wieder schön regelmäßig weiter ...

Gegen 22.45 war das CTG dann fertig und ich wurde im Kreißsaal von der Hebamme untersucht ... Befund: 6 cm ... "super, dann wird's ja sicher diese Nacht irgendwann noch was" hab ich mir gedacht, und auch die Hebamme war der Ansicht, dass es im Laufe der Nacht wohl was werden würde ... sie hat uns dann freigestellt, ob wir im Kreißsaal bleiben wollen oder ein bisschen rumlaufen ... da die Wehen aber mittlerweile echt schmerzhaft waren, entschied ich mich, im Kreißsaal zu bleiben.
Ich habe aber schonmal angemerkt, dass ich gerne wieder eine Wassergeburt hätte! Leider war in der Wanne gerade noch eine andere Frau, die aber wohl raus wollte (bei der anderen Wanne war das CTG kaputt und daher keine Geburt möglich), aber die Hebamme versprach mir, Bescheid zu sagen, so bald ich rein könnte.

Um 23.00 kam die Hebamme dann und sagte, die Wanne sei frei; sie müsse sie nur noch sauber machen und einlaufen lassen, dann könnte ich rein ... zu dem Zeitpunkt waren meine Wehen schon ziemlich heftig und in kurzen Abständen.

Gegen 23.10 wurden die Wehen dann unerträglich ... sie kamen in immer kürzeren Abständen und auf einmal spürte ich dann einen heftigen Druck nach unten ... mein Mann rief die Hebamme und sie bestätigte mir das: Muttermund vollständig offen!
Ich fragte, wie es mit der Wanne aussehe, woraufhin die Hebamme meinte, die wäre sauber, aber bis das Wasser eingelaufen ist, dauert es 10 Minuten, und sie glaubt nicht, dass ich das noch schaffe ... ich hab sie zwar nicht ganz ernst genommen, aber hatte keine Lust, großartig rumzudiskutieren und habe mich mit einer "Landgeburt" abgefunden ...
Ich könne es mir dann schonmal auf dem Gebärhocker bequem machen, sie käme gleich wieder (ich nehme an, sie holte in der Zeit die Ärztin und die Hebammenschülerin) ... als sie weg war, machte es auf einmal laut "Peng" - wie wenn ein Luftballon platzt - und es schoss Wasser bis ca. 1,5 Meter von mir weg (ich saß ja auf dem Gebärhocker) ... ich hab mich tierisch erschrocken - so krass hab ich mir nen Blasensprung nicht vorgestellt (bei Joelle hatte ich keinen)!! Mein Mann rief wieder nach der Hebamme, weil ich auch direkt den Drang zum Pressen verspürte ...

Von da an ging es Schlag auf Schlag ... bei der 1. Presswehe war ich noch etwas zaghaft, ab der 2. konnte ich nur noch schreien (ich habe mich immer über die Frauen amüsiert, die beim pressen schreien, aber es ging nicht anders!!), bei der 3. Wehe war der Kopf draußen (zwischen den Wehen hatte ich mal versucht, nen Schluck zu trinken, aber die Zeit reichte nicht - es waren höchstens ein paar Sekunden zwischen den Wehen) und nach der 4. Wehe der Rest .... 23.30 Uhr ...Wahnsinn!!!

Da lag ein kleines, glitschiges Baby vor mir und schrie .... irgendwie hatte ich es noch nicht so wirklich realisiert, dass die Geburt schon vorbei war! Ich nahm ihn dann hoch (wobei er mich direkt mal anpinkelte ) und legte mich mit Hilfe der Hebamme aufs Kreißbett.

Die Hebamme ließ uns dann erst mal in Ruhe, und ich probierte nach ein paar Minuten dann mal das erste Anlegen .... erst schien er nicht zu wissen, was ich da eigentlich von ihm will, aber nach einigen Andockversuchen war er dann doch am saugen ;-) .
Zwischendurch kam immer mal die Schülerin oder die Hebamme rein und nach einer Stunde ungefähr wurde dann die U1 gemacht (bei der er dann einschlief ;-) ). Die "Eckdaten" von Jannik Lucas:

49 cm
3120 g
KU 35 cm

Da auf der Station zu dem Zeitpunkt wohl kein Bett frei war (oder die um diese Uhrzeit keine große Umlege-Aktion starten wollten), konnten wir uns entscheiden, ob wir nach Hause fahren oder im Kreißsaal bleiben, so lange er nicht gebraucht würde (mein Mann hätte auch da übernachten dürfen, aber entschied sich, nach Hause zu fahren, wegen Joelle) - ich bekam dann ein "richtiges" Bett in den Kreißsaal geschoben, und verbrachte eine recht ruhige Nacht, bis ich dann am nächsten Morgen erst in ein 4-Bett- und gegen Mittag dann endlich in ein 2-Bett-Zimmer verlegt wurde.



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